Erklärvideo: Schlaganfall - einfach erklärt

Alles ging ganz schnell. Plötzlich wurde Mayas rechter Arm taub und sie sackte zu Boden. Diagnose: Schlaganfall. Doch was bedeutet das eigentlich?

 

Bei einem Schlaganfall wird die Sauer- und Nährstoffzufuhr im Gehirn unterbrochen. Die Folge: Gehirnzellen sterben ab.

Ein Schlaganfall kann verschiedene Ursachen haben. Zu den häufigsten zählen Blutgerinnsel oder Blutpfropfen, die Hirngefäße verstopfen; oder es platzt ein Gefäß und verursacht eine Hirnblutung. Gründe dafür können vielfältig sein, wie Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Blutgerinnsel im Herzen oder Fettstoffwechselerkrankungen.

Je nach Stärke und der betroffenen Region, sind die Symptome unterschiedlich: akute Schwäche, Taubheit oder Lähmung - meist auf nur auf einer Körperseite -, Sprachprobleme, Sehstörungen, Kopfschmerzen und Schwindel bis hin zur Bewusstlosigkeit. Bei Frauen können auch eher untypische Symptome wie Übelkeit, Brust- oder Gliederschmerzen, Schluckbeschwerden und Kurzatmigkeit oder Benommenheit auftreten.

Ein Schlaganfall hat oft irreparabel Folgen. Und kommt medizinische Hilfe zu spät, kann er auch zum Tod führen.


 

Deshalb ist der "FAST"-Test hilfreich, um einen Schlaganfall schnell zu erkennen. FAST ist eine Abkürzung für: Face – Arms – Speech – Time. Das bedeutet: Sind bei der betroffenen Person Gesicht, Arme oder Sprache taub, beziehungsweise auffällig verändert? Das testet man, indem man die Person auffordern, zu lächeln, die Arme auszustrecken und die Handflächen nach oben zu drehen und etwas zu sagen. Bei einem Schlaganfall wird all das meist kaum gelingen. Dann ist es Zeit sofort zu handeln und den Notruf zu alarmieren.  Denn jede Sekunde zählt, um das Absterben der Gehirnzellen zu verhindern. Meist werden vor Ort schon blutverdünnende Medikamente verabreicht.

 

Im Krankenhaus wird über ein Gehirnscan dann die betroffene Stelle lokalisiert. Handelt es sich um ein Gerinnsel, kann die Region hier auch direkt mit einem Katheter behandelt werden, um die Blockade zu lösen. Bei größeren Blutungen ist eine umfangreichere OP notwendig.

 

Nach der Akutbehandlung folgt eine Therapie, für die betroffenen Organe oder Körperparthien. Eine gezielte Rehabilitation, zunächst im Krankenhaus und dann in einer Rehaklinik, soll Maya helfen, ihren Arm wieder bewegen zu können. Sie muss sich die verloren Gehirnzellen und Fähigkeiten sprichwörtlich neu antrainieren. In der Reha lernen die Betroffenen auch, trotz ihrer Einschränkungen in ihr gewohntes Leben zurückzufinden.

 

Übrigens: Ein Schlaganfall ist keine Frage des Alters und kann sich, wie in Mayas Fall, bereits in jungen Jahren ereignen. Deshalb sollte man sich regelmäßig durchchecken lassen und die Symptome ernst nehmen.